Heinz Horrmann's Hoteltest

Mandarin Oriental Paris: Kostspielig, aber den Luxus wert

Das Hotel
Das jüngste Luxushotel in der ausgesprochen breiten Pariser Hotel-Palette liegt direkt an der renommierten Flaniermeile Saint-Honoré, nahe dem Louvre und der Oper, das Mandarin Oriental. Modernes Design in einem wunderschönen Art Deco-Palast (1928) schafft den Rahmen für feine Lebensart und genussvolle Küchenkunst. Nach nur anderthalb Jahren hat sich das Hotel im Herzen der Pariser Altstadt derart durchgesetzt, dass die Hongkonger Managementgesellschaft mit dem Fächer im Wappen die Immobilie für 290 Millionen Euro gekauft hat. Sehr ungewöhnlich, aber das beste Zeichen für totale Überzeugung. Philippe Leboeuf, ein international erfolgreicher Manager, führt das Domizil mit einigen deutschen Mitarbeitern im Team. Der Spa- und Wellness-Bereich ist mit 900 Quadratmetern der größte in einem Pariser Hotel.

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Zimmer und Suiten
Der Superlativ mit „die größten“ gilt auch für die 99 Zimmer und 39 Suiten, die mit feinsten Materialien wie Seide und bestickter Taft, mit dunklem Holz, Blass-Lack und Chrome gestaltet sind. Schon selbstverständlich, dass die neueste Technik eingebracht ist. Perfekt die Badezimmer mit weißem Marmor und Mosaik-Deko. In den Suiten sind große Flachbildschirme auch in der Nasszelle. In dieser Preiskategorie habe ich nichts anderes erwartet, als separate Toiletten und Walk-in-Duschen, mit Perlmutt ausgekleidet. Die Zimmernummern befinden sich auf dem Fußboden vor den Türen. Einzigartige Mode-Fotografien bringen einen Hauch der Pariser Haute Couture, Mode-Glanz, in die Suiten.

Essen und Trinken
Der Tag beginnt mit dem Frühstück mit einem exzellenten Büffet, wobei Schinken und Käse immer frisch aufgeschnitten werden. Einzige Kritik: Die Wartezeit von 25 Minuten auf ein Omelette war zu lang. Großartig die Brotsorten, appetitlich das Gewürzbord. In der edelsten Suite von Paris wird in der angegliederten Küche werden die Mahlzeiten frisch zubereitet. Kulinarische Vielfalt wird im Gourmetrestaurant Sur Mersure, im Camélia und „Live Cocking“ im Innenhof offeriert. Chefkoch Thierry Marx (2 Michelin-Sterne) zaubert mit den Aromen. Ich erlebte eine kulinarische Sinnesreise mit modernen Regional-Gerichten und einem Schuss Fernost-Würze. Die klassische französische Patisserie genoss ich im Cake Shop.

Service
Kein-Schlange-stehen an der Rezeption, eingecheckt wird bequem auf dem Zimmer. Vom Concierge bis zum Hausdiener besticht die Freundlichkeit und Gästepflege. Der Hoteldirektor hat sein Büro in die Halle verlegt, weil er unmittelbar am Gast sein möchte. Exzellent, aber auch teuer, ist der kompetente Service im Spa. Für eine halbe Stunde Massage hatte ich 370 Euro auf der Rechnung. Überragend waren das Housekeeping und der zweite Servicegang. Das Zimmer war total aufgefrischt und duftend. Das angeforderte Leih-Laptop war in sechs Minuten auf dem Zimmer.

Urteil
Das Mandarin Oriental in Paris zähle ich zu den großartigsten Hotels weltweit. Leider ist Paris in allen Hotelkategorien sehr teuer. Das gilt auch für dieses Hotel. Wer sich zu einem besonderen Anlass allerdings die Reise in die Stadt der Liebe leistet und dann noch dieses Traumhotel bucht, wird den Aufenthalt sein Leben lang nicht vergessen. Das ist fraglos mit einem zusätzlichen Plus versehen fünf ehrliche Sterne