Hoteltest von Heinz Horrmann

Echte fünf Service-Sterne für das Park Hyatt Hamburg

Das Hotel
Einen erstklassigen Standort hat das Park Hyatt an der Mönckebergstraße, der Haupteinkauf-Ader der Hansestadt Hamburg ganz gewiss. Im historischen Levantehaus, das das Erbe der hanseatischen Architektur bewahrt, ist das 252 Zimmer- und Suiten-Hotel, das zur besseren der beiden Hyatt-Gruppen, nämlich Hyatt International gehört, eingerichtet. Der Stil des Interior Designs hinter der Backsteinfassade lässt sich mit modern, jung, aber mit warmer Wohnlichkeit beschreiben. Angenehme Park Lounge als zweite Lobby mit guter Bewirtung und herrlichen Fensterplätzen auf der Empore. Breites Erholungs- und Fitness-Angebot im Club Olympus Spa mit Personal Trainer und Aerobic Studio. Das „Park Hyatt“-Konzept betont den persönlichen Service und die anspruchsvolle Einrichtung für den individuell Reisenden. Direktor ist Tashi Takang.

Zimmer und Suiten
Die 252 Wohneinheiten sind in Club Deluxe-Zimmer, 16 Park-Suiten, 4 große Executive Suiten und einer Präsidenten-Suite aufgeteilt. Darüber hinaus gehören 31 Appartements zum Hotel. Das kleinste Zimmer hat 32 qm2 und alle überzeugten mich mit modernster Kommunikationstechnik und Großbild-Fernsehgeräte. Die Bäder nehmen ein Drittel der Zimmergröße ein. Wanne, separate Dusche ohne Stolperstein und Toiletten sind getrennt, wie es optimal ist. Nachteil: Es gibt keine Morgenzeitung an der Tür.

Essen und Trinken
Der Deutsche, Bernd Chorengel, der die Gruppe aufgebaut und als Präsident geleitet hat, sorgte für das weltweit anerkannt beste F&B-Konzept (Essen und Trinken).

Es soll kommunikativ zugehen, aber die Restaurants dürfen keine „Gourmet-Tempel“ sein. Das Top-Restaurant heißt "Apples", benannt nach dem Alten Land, Europas größtem Obstanbaugebiet vor Hamburgs Haustür. Das offene Live-Küche-Konzept mit Holzofen und innovativen Kreationen ist das, was Chorengel wollte. Das frische Brot kommt aus der eigenen Bäckerei. Die Produkte sind frisch, die Zubereitung weitgehend perfekt. Die grüne Apples-Terrasse ist in den Sommermonaten geöffnet. Ich erlebte das beste Frühstücksbüffet eines Stadthotels.

Service
Jeder einzelne Mitarbeiter zeigt sich liebenswert gegenüber dem Gast. Aufmerksam wird der Fragende eskortiert und so das etwas mühsame Fahrstuhlsystem – erst geht es in den zweiten Stock zur Rezeption, dann nach Fahrstuhlwechsel zu den Zimmern – entschärft. Der Service endet nicht, wie in etlichen anderen Hotels, im Konferenz – und Veranstaltungsbereich. Der abendliche Turn down-Service deckt nicht nur die Betten auf, sondern bringt auch den ganzen Wohnbereich einschließlich Bad wieder zur frischen Sauberkeit.

Urteil
Vor allem das Erlebnis des guten Essens, aber auch Gestaltung der Gästezimmer mit hochwertigen Stoffen und warmen Holz sowie perfekten Betten und der tadellose Service faszinierten mich. Die günstigste Rate für die Übernachtung ist 216 Euro, die Restaurant-Preise sind moderat. Das Lunch-Menü kostet 29 Euro. Das sind für mich hochverdient fünf ehrliche Sterne.