Die 10 besten Ferienhotels in Deutschland

Er hat rund 2000 Top-Hotels getestet, 35 Hotelbücher geschrieben und war im Fernsehen als Hoteltester unterwegs: Heinz Horrmann. Heute stellt der bekannte Kritiker seine zehn persönlichen Favoriten unter Deutschlands Ferienhotels vor – von Sylt bis zu den Alpen:

Seehotel Überfahrt am Tegernsee

Der Blick vom Balkon auf den romantischen Malerwinkel, den faszinierendsten Flecken am Tegernsee, ist unvergesslich. "A room with a view", wie die Amerikaner sagen, ist für den Gast eben doppelt wertvoll. Und dann geht die Liebe, auch zu einem Hotel, durch den Magen. Christian Jürgens, der Zweisternekoch und Küchenchef im "Seehotel Überfahrt", gehört zu den kreativsten im Lande. Grandios ist seine Kartoffel-Kiste, ein butterzartes Kartoffelgebilde, ummantelt mit dem Gelben vom Bio-Ei und einer gehörigen Portion Trüffel. Klingt einfach, ist aber eine großartige Aromakombination.

 

Eine Freude zu sehen, wie das Ferienhotel unter der Regie von Hotelier Thomas Althoff durch zeitlose Eleganz besticht, durch großzügige Räumlichkeiten und eine Technik, die in Sachen Umweltschutz eine Sonderstellung einnimmt. Der in einem Feriendomizil unverzichtbare Wellness-Bereich erfüllt auch anspruchsvollste Wünsche auf über 2000 Quadratmeter Fläche, wo es allein sieben verschiedene Saunen, Außen- und Innenpool und umfassende Behandlungsangebote gibt, darunter auch spezielle für Männer. Mit dem eigenen Strandclub direkt am See und der großartigen Landschaft rings um das Hotel bietet das "Überfahrt" unzählige Möglichkeiten, für Aktive genauso wie für Entspannungssuchende.

 

Mehr: http://www.seehotel-ueberfahrt.com

Sonnenalp im Allgäu
Auszeichnungen sagen nicht alles, aber wenn ein Hotel so oft herausgehoben wurde wie das "Sonnenalp" im Oberallgäu, ist das zumindest ein Hinweis auf die ganz besonderen Vorzüge. So die Wellness-Aphrodite für einen außergewöhnlichen Spa-Bereich oder die plakativen Experten-Prädikate für "die gepflegtesten Golfplätze". Erst hat die Familie Fäßler die Resortidee umgesetzt und ausgearbeitet, parallel entstand der wunderschöne Golfkurs Sonnenalp – mit Alpenblick beim Abschlag auf zwei 18-Loch Golfplätze und einen 9-Loch-Kurzplatz. Unter der geschickten Führung der vierten Generation entwickelte sich das Wellnessparadies "Sonnenalp Spa". Kaum ein europäisches Ferienhotel bietet, von Golf und Tennis einmal abgesehen, so viel weitere Möglichkeiten der aktiven Freizeitgestaltung (Reiterhof, Rafting, Ballonfahren und im Winter diverse Ski-Aktivitäten). Von den Balkonen der 232 Zimmer, Suiten und Familienapartments haben die Gäste einen beeindruckenden Blick auf die Alpengipfel. Beeindruckend ist auch der Service: familiär herzlich.

 

Mehr: http://www.sonnenalp.de

Brenners Park-Hotel, Baden-Baden
In diesem Traditionshaus, das seit mehr als 135 Jahren besteht, wurden zu allen Zeiten stets genügend Frischzellen eingebracht, um eine für die Gäste erkennbare Weiterentwicklung zu erreichen. Seht her: Ihr wohnt in keinem angestaubten Hotel-Museum, dies ist ein modernes, elegantes Luxusdomizil. Hausherr Frank Marrenbach, der gleichzeitig die Verantwortung für die anderen Hotels der Oetker-Collection trägt, brachte die Gastronomie im Hotel auf Spitzenniveau, "Brenners Park-Restaurant" glänzt mit zwei Michelin-Sternen. Als Nächstes plant er einen Medical Spa mit Top-Geräten für verschiedene Checks, ein ausdrücklicher Wunsch seiner Gäste. Ein großes Plus des aufgefrischten Grandhotels ist aber vor allem, dass der Charme eines wohnlichen Schlosses, eines der schönsten Hotelpaläste der Welt, erhalten geblieben ist. Der Blick der 100 Zimmer und Suiten geht auf den herrschaftlichen Park am Ufer der Oos. Im Haus ist jedes Detail von Komfort und Luxus geprägt. Wer das große Fitness- und Wellness-Programm absolviert hat, dem bietet das eigenständige Genusskonzept des Hotels einen formidablen "Ausgleich": Abends mit Köstlichkeiten (wie zum Beispiel Royal von der Geflügelleber mit Kirschen, Pinienkerncreme und Brioche) im bereits erwähnten "Park-Restaurant" sowie mittags und abends im englisch-elegant anmutenden "Wintergarten".

 

Mehr: http://www.brenners.com

Hotel Bareiss, Baiersbronn
Das Hotel "Bareiss" in Baiersbronn-Mitteltal ist nicht nur eines der Top-Ferienhotels im Lande, sondern auch eine der besten Genussadressen auf dem Kontinent. Durch engagierte Schulung in den großen Küchen Europas hat Hermann Bareiss seinen Küchenchef Klaus-Peter Lumpp in den Koch-Olymp der Dreisterne-Stars gebracht. Der gebürtige Schwabe ist ein Klassiker mit Klasse, der gerade auch zum erfolgreichen Buchautor avancierte. Genuss ist freilich nicht allein an Gaumenfreuden festzumachen, sondern auch an liebenswertem Service, Ambiente, am Spa und den funktionellen Freizeit-Facilities.


Im "Bareiss" relaxen Sie mit Massagen und Ayurveda, die Wissenschaft vom Leben mit Wirkung auf den gesamten Organismus. Für Augenfreuden sorgen das harmonische Ambiente und der Schwarzwald, ein besonders schönes Fleckchen Erde als Rahmen. Mein Gott, da kommt eine ganze Menge zusammen. Hotelier Hermann Bareiss hat sein elegantes Haus mit 99 Zimmern und Suiten ständig erweitert, aufpoliert und gerade erst den Spa-Bereich mit großem Aufwand erneuert. Und noch eine Besonderheit: das Kulturprogramm mit klassischen Konzerten, Lesungen und großartigen Weinproben.

 

Mehr: http://www.bareiss.com

Traube Tonbach, Baiersbronn
Die Schwarzwald-Landschaft rund um Deutschlands Genusshauptstadt Baiersbronn hat für den Städter etwas Unwirkliches. Auf der frühsommerlichen Terrasse des hochbewerteten Ferienhotels "Traube Tonbach" vibriert ein Seifenblasenzauber. In der Ruhe der Oase lehnt sich der Gast zurück, lässt sich verwöhnen und folgt seinen eigenen gedanklichen Wegen. Wer der Straße durch den Ort in Richtung Tonbach folgt, kommt automatisch zum 295-Betten-Hotel, das sich oberhalb des Dorfes an den Hang schmiegt. Das Dreisterne-Restaurant "Schwarzwaldstube" liegt gleich an der Straße, die keine Durchfahrtstrecke ist, sondern ein wenig oberhalb endet. Das garantiert absolute Ruhe.


Beim rastlosen An- und Ausbau des Hotels sowie der Sportanlagen hat der Besitzer Heiner Finkbeiner stets die Gästewünsche im Blick. Der Dreisterne-Zauberer in der "Schwarzwaldstube", Harald Wohlfahrt, ist seit Jahren das Aushängeschild. Er sorgt in dem kleinen Restaurant mit Köstlichkeiten wie Steinpilzen, duftenden Morcheln, Froschschenkeln mit Blattpetersilie, Jacobsmuscheln oder gebratener Schnepfe mit gemahlenem Wacholder und Maronenpüree für Verzückung. Nie sind die eigentlichen Aromen überlagert, parfümiert, verfremdet. Die Heiterkeit des Seins, die seine Gerichte ausdrücken, ist für den ernsten Perfektionisten, der pünktlich um neun Uhr in der Küche steht, harte Arbeit – aus Liebe zum Gast.


Mehr: http://www.traube-tonbach.de

Schloss Bensberg, Bergisch Gladbach
Nicht ohne Stolz spaziert der Schlossbesitzer und Kurfürst der feinen Lebensart, Hotelier Thomas Althoff, durch seine riesige Schlossanlage in Bergisch Gladbach, vorbei an den Ständen der Kochprofis und der großen Winzer, die alle miteinander einmal im Jahr die kleine Stadt im Bergischen Land für einen Tag zum Nabel der weltweiten Gourmandise machen. Die Althoff-Hotels, zu denen "Schloss Bensberg" zählt (siehe großes Foto), haben sich zu Gralshütern der feinen Küche entwickelt. Die heutigen Genussmenschen trachten nach Leichtem und Bekömmlichem – das ist der Grund, warum hier die große Küche immer leichter, naturreiner, klarer und raffinierter wurde. Leuchtendes Beispiel dieser Philosophie ist das Dreisterne-Hotelrestaurant "Vendôme".
Auch dem Auge wird einiges geboten: Aufwendige Dekoration, edler Marmor, Antiquitäten, großzügig gestellt, prägen das Lust spendende Hotel. Spitzenklasse ist auch der Wellness-Bereich unter der Regie von Althoffs Ehefrau Elke.


Und dann das Panorama: Aus vielen Fenstern der 84 Zimmer und 36 Suiten ist ein freier Blick bis zum Kölner Dom möglich. Das Schloss, mit dessen Bau 1703 begonnen wurde, galt als "rheinisches Versailles". Damals, als der Wunsch des Adels noch Befehl war, wurde die Sichtachse vom Schloss zur gotischen Kathedrale am Rhein selbstverständlich frei gehalten.


Mehr: http://www.schlossbensberg.com

Schloss Münchhausen, Aerzen
Sie erinnern sich an den Lügenbaron Münchhausen und seine haarsträubenden Geschichten vom Ritt auf der Kanonenkugel oder wie er sich und sein Schlachtross an den Haaren aus dem Sumpf gezogen hat? Die "Erlebnisse" des tapferen Mannes sind unverändert Volkslektüre. Hier war es nicht der besagte Hieronymus Carl Friedrich von Münchhausen, sondern sein Vorfahre Hilmar, der einst das Renaissanceschloss als Adelssitz erbaute und eine exotische Früchtefarm einrichtete. Lange Jahre war der Prachtbau nicht bewohnt, dann kaufte ihn ein Investor aus einer Konkursmasse, restaurierte und erweiterte die Anlage mit einem großzügigen 25-Meter-Schwimmbad, Wellnessbereich und unterirdischem Tunnel zwischen den beiden Flügeln mit 66 Gästezimmern und Suiten.


Um die Schlossanlage ziehen sich die langen Fairways der beiden anspruchsvollen Golfplätze (schmale Spielbahnen), die allein schon Grund genug für einen Besuch sind. Das 65-köpfige Serviceteam wird von dem dynamischen Manager Karsten Wierig geführt. Kompromisslos stellt er hier den Gast in den Mittelpunkt, für mich der wichtigste Vorzug dieses Fünfsternehotels.


Mehr: http://www.schlosshotel-muenchhausen.com

 

A-Rosa Resort, Scharmützelsee
Es ist noch früh am Tag, für einen Seespaziergang die schönste Zeit, auch für Golfer, die ohne Druck das frühmorgendliche Spiel auf herrlichen Plätzen genießen wollen, für Pferdefreunde der Ausritt im Frühdunst, und die Bootsfreunde setzen weiße Segel. Ein aktiver Tag am Scharmützelsee. Das "Arosa"-Resort (offizielle Schreibweise A-ROSA), eine Stunde von Berlin entfernt, pflegt Sport- und Wohlfühl-Urlaub.


Nach etlichen Schlingerjahren mit ständigem Namens- und Betreiberwechsel ist man endlich am Ziel. Unter dem neuen Namen brachte das Team der Unternehmensgruppe Arkona das Resorthotel auf Vordermann, baute einen der größten deutschen Spa-Bereiche auf drei Ebenen mit 31 Behandlungsräumen und sortierte die Angebotspalette. Der Erfolg stellte sich schnell ein. Bei meinem Besuch waren die 227 Zimmer nahezu ausgebucht, wann hat man das schon mal erlebt? Ein interessantes Betreuungskonzept ist der persönliche Gastgeber, junge Hotelfachleute mit der Aufgabe eines Concierge, die sich um sämtliche Belange und Anliegen der Gäste kümmern. Jeder "Gastgeber" ist für maximal 20 Zimmer verantwortlich. Diese Idee besonderer Gästepflege sorgt für zufriedene Besucher.


Mehr: http://resort.a-rosa.de/scharmuetzelsee/willkommen

Grand Hotel Heiligendamm
Da ich hier nicht an einem Wirtschafts- und Finanz-Statement bastele, sondern nur die Hotelqualität bewerte, darf ich den ganz aktuellen Aufwärtstrend im ältesten deutschen Baderesort Heiligendamm an der Ostsee (seit 1793) hervorheben, in dem bekanntlich schon der G-8-Gipfel stattfand. Das "Grand Hotel" mit den prächtig restaurierten Villen aus kaiserlicher Zeit und dem detailverliebten erstklassigen Interieur-Design litt lange unter schlechter Hotel-Führung.


Alles Schnee von gestern, ich erlebte aktuell so ziemlich die beste Gästepflege in einem Ferienhotel überhaupt und ein nahezu perfektes Programm von der individuellen Betreuung bis zum Genuss im Sterne-Restaurant. Der neue Top- Manager an der Spitze, Henning Matthiesen, setzte als Erstes wieder die Guest-Relationsmanager ein, die ausschließlich zur Betreuung der Gäste da sind, er ließ für die kleinen Gäste Schatzsuche und Lagerfeuer organisieren, Tennisplätze wurden gebaut, um neben Golf ( ein höchst schwieriger Platz), Reiten, Radfahren und Wassersportaktivitäten weitere Freizeitmöglichkeiten anbieten zu können. Der noble Spa misst 3000 Quadratmeter, und auch hier wird der Gast jetzt mit liebenswerter Freundlichkeit behandelt.


Mehr: http://www.grandhotel-heiligendamm.de

Hotel Budersand, Sylt
Am südlichen Ende der Lieblingsinsel der Deutschen, Sylt, unweit von Hörnum, lädt das Feriendomizil "Budersand", ein privates Hotel der Unternehmerin Claudia Ebert, zum Ausspannen ein. In meiner ganz persönlichen Wertung das kompletteste Angebot aller Nord- und Ostseeküsten-Hotels.


Die Küche des Restaurants "KAI3" arbeitet unter der Regie von Jens Rittmeyer absolut auf Sterne-Niveau, das Bistro ist eine köstliche Alternative, die Serviceleistung ist mustergültig, der Spa-Bereich teuer, aber vorzüglich – und wer vom Golf-Bazillus befallen ist, erlebt einen 18-Loch-Golfplatz, der sich durch die Dünenlandschaft schlängelt und mit tiefen Topfbunkern und schnellen Grüns für mich zu den faszinierendsten auf dem alten Kontinent zählt. Die riesigen Panoramafenster des Hotels, die eine freie Sicht über das Meer bis zum Horizont ermöglichen, die sonnenüberflutete Frühstücksterrasse, die Einrichtung der Zimmer und Suiten, all das begeistert. Erstmals habe ich in Hotelbädern Kosmetik-Kühlschränke gesehen, und auch die Blumenkompositionen sind einmalig. Beim vorzüglichen Frühstücksbüffet mit allen Delikatessen des Meeres und des Landes beginnt ein grandioser Ferientag.


Mehr: http://www.budersand.de